„What the Fact! Völlig unnützes Wissen“: Die YouTube-Stars Taddl und Ardy gehen unter die Autoren

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Nun ist es also soweit: Mit „What the Fact! Völlig unnützes Wissen“ legen Thaddeus Tjarks und Ardian Bora, die unter ihren weit bekannteren Pseudonymen Taddl und Ardy Millionen Teenagern mit selbstgedrehten YouTube-Videos die Köpfe verdrehen, ihr erstes Buch vor.

Der Titel von Taddls und Ardys neuem Buch könnte genauso gut „What the fuck!“ heißen, denn genau dieses Gefühl stellt sich beim Lesen des gerade einmal 128 Seiten schmalen Büchleins ein. So sacht und seicht plätschert Taddl und Ardys literarischer Erstling „What the Fact! Völlig unnützes Wissen“ dahin, der vom Ullstein Verlag verlegt wird – ein sicher überschaubares Risiko: Taddl und Ardy haben es geschafft, mit Let’s Play-Videos über 2,5 Millionen Fans (Abonnenten) um sich zu scharen, von denen viele sicher auch den Weg zu Amazon finden und Spaß beim Lesen von „What the Fact! Völlig unnützes Wissen“ haben werden.

Wer außerhalb der YouTube-Bubble lebt, sollte allerdings die Finger von „What the Fact! Völlig unnützes Wissen“ lassen, denn Taddl und Ardy ist – wie es ja eigentlich schon zu befürchten war – kein Buch gelungen, das auch den vor 1995 geborenen Leser anspricht.

 

Wovon handelt „What the Fact! Völlig unnützes Wissen“?

Seit dem 6. März steht „What the Fact!“ in den Regalen – eine Art Best-of der Videos, die Taddl und Ardy in den letzten Jahren bei YouTube veröffentlicht haben, genauer: ihrer Video-Reihen „What the Fact!“ (Taddl) und „Did you know?“ (Ardy).

Ähnlich wie schon in ihren Filmchen verwursten Taddl und Ardy auch für ihr erstes gemeinsames Buch „What the Fact!“ meist ziemlich banale Fakten zu kurzen Texten, die

Die YouTube-Stars Taddl und Ardy legen mit „What the Fact! Völlig unnützes Wissen“ ihr erstes Buch vor

Die YouTube-Stars Taddl und Ardy legen mit „What the Fact! Völlig unnützes Wissen“ ihr erstes Buch vor

zwar mit einer Prise spät-pubertärem Humor gewürzt sind, insgesamt aber ziemlich belanglos daher kommen.

So informieren Taddl und Ardy die Leser ihres Buchs beispielsweise, dass der Erfinder von Zuckerwatte ein Zahnarzt war und die „Harry Potter“-Figur Dumbledore eigentlich schwul ist, klären en passant darüber auf, dass Walrosse unter gewissen Umständen Sonnenbrand bekommen können und wundern sich, dass Schwäne in britischen Gewässern „anerkanntes Eigentum“ der Queen sind.

 

Lohnt sich der Kauf von „What the Fact! Völlig unnützes Wissen“?

Vielleicht hat diese Sammlung von skurillen Fakten wenigstens einen kleinen pädagogischen Wert. Allzu oft driftet „What the Fact!“ aber ins Belanglose ab. Wen – außer Fangirls und vielleicht Quizduell-Spielern – kümmert es beispielsweise, dass Goofy eine Frau hat? Das Buch von Taddl und Ardy wirkt so über weite Strecken ziemlich überflüssig.

Eine positive Ausnahme stellen die Passagen dar, in denen Thaddeus Tjarks und Ardian Bora einige der Episoden aus dem Eigenleben Leben ihrer YouTube-Alter-Egos Taddl und Ardy Revue passieren lassen. Hier lassen Tjarks und Bora hin und wieder jene gesunde Distanz zu ihren Kunstfiguren durchscheinen, die sie in all ihrer Selbstironie (siehe hierzu auch das Video unten) durchaus sympathisch wirken lässt. Diese viel zu kurzen, in die „Faktensammlung“ eingestreuten Passagen lassen erkennen, dass Taddl und Ardy mehr mitzuteilen hätten als nur ein paar zusammengeklaubte, sinnfreie Fakten. Aber ob ein solches Buch dann auch den Geschmack des eigenen Publikums träfe?

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