Franziska Muri und Vera Griebert-Schröder bringen Lesern „Die Rauhnächte als Quelle der Ruhe und Kraft“ näher

Zugegeben, ich war skeptisch, als mir ein Freund sagte, ich solle doch mal einen Blick in Franziska Muris und Vera Griebert-Schröders Buch „Die Rauhnächte als Quelle der Ruhe und Kraft“ werfen. Ausgerechnet ich, der mit Esoterik Null am Hut hat, soll ein Buch über Rauhnächte lesen? Nie zuvor hatte ich mich mit dem Thema beschäftigt. Ein echtes Experiment also.

Eher aus einer Laune heraus habe ich mir das Buch bestellt und die ersten Seiten von „Die Rauhnächte als Quelle der Ruhe und Kraft: Der praktische Begleiter für mehr Energie im neuen Jahr“ gelesen, das am 20. Oktober im Irisiana-Verlag (Random House/Bertelsmann) erschienen ist. Schon nach wenigen Minuten wich meine anfängliche Skepsis ziemlicher Verwunderung. Klar, um Begriffe wie „Wintersonnenwende“ wusste ich schon vorher und weshalb an Silvester eigentlich geböllert wird, dürfte auch zur Allgemeinbildung zählen.

Überrascht war ich aber, wie wenig man wirklich um die kultische Bedeutung der Zeit „zwischen den Jahren“ weiss und welche spirituelle Bedeutung die Nächte zwischen dem rauhnachte25. Dezember und dem 5. Januar früher für viele Menschen hatten und heute scheinbar immer noch für einige Menschen haben.

Franziska Muri und Vera Griebert-Schröder erklären ihren Lesern mit „Die Rauhnächte“ auf 112 Seiten in einer ziemlich blumigen, aber selten kitschigen Sprache, welche heute meist vergessenen Bräuche in der dunkelsten Zeit des Jahres traditionell gepflegt werden.

Wer sich ganz auf das Thema einlässt und die zahlreichen Anregungne zu Ritualen und Übungen befolgt, für den kann „Rauhnächte“ tatsächlich eine Art „praktischer Begleiter für mehr Energie im neuen Jahr“ sein, denn eines schaffen Franziska Muri und Vera Griebert-Schröder mit ihrem liebevoll gestalteten Buch tatsächlich: Die eindrucksvolle Darstellung und die vielen farbigen Illustrationen regen dazu an, sich gedanklich mit ganz anderen Themen zu beschäftigen und so den Kopf freizubekommen.
Wer hats geschrieben?

„Die Rauhnächte als Quelle der Ruhe und Kraft“ ist eine Gemeinschaftsproduktion von Franziska Muri und Vera Griesbert-Schröder, die schon vorher zusammengearbeitet haben. Aus ihren Federn stammen beispielsweise der Vorläufer „Vom Zauber der Rauhnächte“ und „Großstadtschamnismus: Wie wir zu uns finden, wenn die Welt sich immer schneller dreht“.

Man merkt den Autorinnen an, dass Spiritualität für sie nicht nur ein Thema, sondern ein wichtiger Teil ihres Lebens ist. Vera Griebert-Schröder hat, laut Verlagsinfo, mehrere Ausbildungen bei Schamanen verschiedener Kulturen durchlaufen und Franziska Muri fühlt sich „seit frühester Jugend von Ganzheitlichkeit und Spiritualität angezogen“.

Es ist Muris Verdienst, dass „Rauhnächte“ auch eher pragmatischer veranlagten Lesern wie mir Spaß macht. Als Redakteurin und Lektorin ist Muri seit Jahren in der Buchbranche tätig und weiss, wie Literatur funktioniert.

 

Lohnt sich der Kauf des Buchs?

Ja – und zwar für zwei Typen von Lesern: für solche, die einen Zugang zu esoterischen Themen finden genauso wie für Leser wie mich, die aus purer Neugier mehr über die mysthische Bedeutung der Zeit zwischen den Jahren erfahren möchten.

Wer sich für das Thema interessiert, aber keine Zeit zum Lesen des Buchs findet, kann übrigens auch auf die CD „Die Rauhnächte als Quelle der Ruhe und Kraft“ zurückgreifen, die Ende Oktober zusammen mit dem Buch erschienen ist.