William Eubanks Science-Fiction-Thriller „The Signal“ erscheint auf DVD und Blu-ray Disc

Seine Premiere feierte William Eubanks Science-Fiction-Film Anfang 2014 in Sundance, nun steht „The Signal“ seit dem 21. November auch als DVD und Blu-ray Disc in den Regalen. Der Zuschauer trifft auf „Matrix“-Star Laurence Fishburne und ein beeindruckend starkes Jungschauspieler-Trio rund um Brenton Thwaites.

Die Deutschen haben Berlin, die Amerikaner die Wüste. Beide haben ihren festen Platz in der Filmgeschichte gefunden. Sie dienen selten lediglich als Kulisse, oft eher als Narrativ, manchmal spielen sie sogar die heimliche Hauptrolle: Hier stellt Berlin als einzige deutsche Metropole mit ihrerer Dynamik, ihrem Trubel, ihren dreieinhalb Millonen Einwohnern das Konzept des Einzelnen, der Individualität infrage. Dort bietet die Prärie mit ihrer schieren Größe, ihrer oft lebensfeindlichen Natur und ihrer Ödnis die perfekte Metapher für alles Mysteriöse, mit dem der Mensch sich krampfhaft zu arrangieren versucht.

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So ist es auch in William Eubanks Film „The Signal“, der nun auf DVD und Blu-ray Disc erschienen ist. Eubanks Science-Fiction-Thriller erzählt die Geschichte der Studenten Jonah (Beau Knapp) und Nic (Brenton Thwaites). Beide studieren am MIT und nutze jede freie Minute, um Computersysteme zu hacken. Als die beiden mit Nics Freundin Hailey (Olivia Cooke) in Nevada unterwegs sind, meldet sich Nomad bei ihnen – ihr Hackerrivale, der bereits das Computersystem des MIT lahmlegen konnte.

Nomad macht das Trio auf einen geheimnisvollen Ort aufmerksam, an dem er sich mit Jonah, Nick und Hailey treffen will. Sie nehmen die Herausforderung an und gelangen schließlich zu einer verlassenen Hütte mitten in der Prärie. Warum hat Nomad sie hierher geführt? Beim Versuch dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, verlieren die drei Freunde das Bewusstsein.

Als Nic wieder aufwacht, wird er in einer seltsam surrealen Regierungseinrichtung gefangen gehalten. Von seinen Freunden und auch von Nomad fehlt jede Spur. Stattdessen sieht sich Nic dem Regierungsagenten Dr. Wallace Damon (Laurence Fishburne) gegenüber. Doch dieser weicht seinen Fragen aus. Damon spricht von einem mysteriösen Signal, das Nic nicht einzuordnen weiss. An seinem Unterarm entdeckt er eine seltsame Tatöwierung.

 

Wer spielt im Film mit?

Gleich drei jungen, in Deutschland noch kaum bekannten Darstellern bietet William Eubanks mit seine neuen Film „The Signal“ die Chance, sich einem größeren Publikum zu präsentieren.

Da ist zum einen Beau Knapp, der Sohn des „Jeffrey“- und „No one lives – Keiner überlebt“-Produzenten Harry Knapp, der den MIT-Studenten Jonah spielt. Sein Können stellte Beau Knapp erstmals im 2011 produzierten Mystery-Thriller „Super 8“ unter Beweis.

Nics Filmfreundin Hailey wird von Olivia Cooke verkörpert. Nach ersten Rollen in den TV-Serien „Blackout“ und „The Secrect of Crickley Hall“ feiert Cooke mit „The Signal“ ein eindrucksvolle Debüt als Kinoschauspielerin.

Die eigentliche Entdeckung ist aber Brenton Thwaites in der Rolle des Nic. Nach ersten Rollen in TV-Serien „Slide“ und „Home and Away“ und einer beeindruckenden Performance in Mike Flanagans Horror-Film „Oculus“ brilliert Thwaites in „The Signal“. Es ist vor allem sein intensives Zusammenspiel mit dem um Jahrzehnte erfahreneren Laurence Fishburne (Man of Steel, Predators, Matrix) als Dr. Wallace Damon, das aus „The Signal“ einen beklemmenden Thriller werden lässt.

Wer hat den Film inszeniert?

Nicht nur beim Cast, auch bei der Crew hat Regisseur William Eubank das Experiment gewagt, auf kaum erfahrene Mitglieder zu setzen. Er schrieb das Drehbuch zu „The Signal“ zusammen mit den Newcomern Carlyle Eubank und David Frigerio. Und auch für William Eubank selbst ist der Regiestuhl noch Neuland: Eubank begann seine Filmkarriere 2006 als Kameramann von Kurzfilmen wie „Hooked“, bevor er 2010 bei „Wreckage“ erste Kinoerfahrung sammelte und 2011 mit dem Science-Fiction-Drama „Love“ seinen ersten Film inszenierte.

 

Lohnt sich der Kauf?

„The Signal“ ist ein grundsolider Science-Fiction-Thriller, der neben einigen altbekannten Erzählmustern und „Matrix“-Anleihen inhaltlich auch durchaus mit eigenständigen, teils überraschenden Ideen punktet. Was als simpler Hacker-Streifen beginnt, wandelt sich nach und nach in ein düsteres, seltsam beklemmendes Werk, das von seinem hohen Tempo lebt.

William Eubanks Film punktet durch seine stark aufs Wesentliche reduzierte Bildsprache und vor allem durch das intensive Zusammenspiel von Brenton Thwaites und Laurence Fishburne. Ihre spannungsreiche Beziehung mit den zahllosen, ins Absurde abdriftenden Dialogen verleiht der Handlung eine ganz eigene, surreale Ebene. Sie zieht den Zuschauer in ihren Bann und lässt ihn knapp 100 Minuten lang miträtseln.