Mit seinem neuen Buch „Passagier 23“ knüpft Sebastian Fitzek nahtlos an Thriller-Erfolge wie „Therapie“ an

Sommer, Sonne, Strand und Meer – so stellt man sich den Aufenthalt auf einem Kreuzfahrtschiff vor. Doch mit genau diesem Idyll bricht nun Sebastian Fitzek: In seinem 432 Seiten starken Psychothriller „Passagier 23“ entwirft der Berliner Bestseller-Autor ein düsteres Gegenbild zum Traumschiff-Idyll, das den Leser von der ersten Zeile an in seinen Bann zieht.

Mit Martin Schwartz, der psychisch labilen Hauptfigur in Sebastian Fitzeks Psychothriller „Passagier 23“ möchte man wirklich nicht tauschen. Ausgerechnet im Urlaub verliert der Polizeipsychologe auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ seine Frau und seinen kleinen Sohn. Fünf Jahre später ruft ihn mitten im Einsatz eine seltsame alte Dame an.

Er müsse unbedingt zurück an Bord der „Sultan“ kommen, sagt ihm die Dame, die sich selbst als Thriller-Autorin bezeichnet. Es gebe Beweise, was seiner Familie zugestoßen sei. Nur widerwillig setzt Schwartz wieder einen Fuß auf das Schiff. Kaum angekommen, trifft er auf Anouk, ein tot geglaubtes Mädchen. Im Arm hält sie den Teddybären seines Sohnes.

 

Wie gut ist die Handlung?

fitzek_passagier23So konstruiert die Geschichte klingt, so nah ist sie an der Wirklichkeit. Jedes Jahr verschwinden etwa 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Die genauen Umstände – Mord, Unfall oder Selbstmord? – werden oft nicht aufgeklärt. Schiffe sind ein perfekter Ort für Verbrechen. Und wo Fragen offen bleiben, sind gute Geschichten nicht weit. Ganz genauso ist es auch bei Sebastian Fitzeks „Passagier 23“.Die Handlung von „Passagier 23“ lebt dabei nicht nur vom Reiz des Unerklärlichen, von zahlreichen Brüchen und Wendungen.

Es ist Sebastian Fitzeks Sprachstil, der „Passagier 23“ zu einem wirklich gelungenen, dichten Psychothriller werden lässt. Mit leicht unterkühlter und gerade dadurch messerscharfer Sprache erweckt der Bestseller-Autor („Therapie“, „Amokspiel“, „Die Augensammler“) vor dem inneren Auge des Lesers eine bittersüßes, vor Gewalt triefende Welt zum Leben, der dieser erst am Ende der Geschichte wieder entkommen kann.

 

Lohnt sich der Kauf des Buchs?

Ja, absolut, denn Sebastian Fitzek wird mit „Passagier 23“ seinem Ruf als Bestseller-Autor gerecht. Kaum ein anderer Autor versteht es zurzeit, Geschichten so dicht und schweißtreibend zu erzählen und den Leser immer wieeer in die Irre zu schicken.

Wer schon Thriller wie „Amokspiel“ oder Fitzeks Debütroman „Therapie“ gemocht und kein Problem mit der sehr bildlichen Darstellung von Gewalt hat, der wird „Passagier 23“ verschlingen. Nicht zufällig rangiert Sebastian Fitzek mit „Passagier 23“ seit der Veröffentlichung Ende Oktober ganz weit oben auf den Bestseller-Listen. Vor allem im Winter kann es kaum etwas Besseres geben, als ganze Abend in die von Fitzek geschaffene Parallelwelt abzutauchen.