Justus von Dohnányis Gangsterkomödie Desaster kommt ins Kino

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Til Schweiger, Matthias Schweighöfer und Justus von Dohnányi in einem Atemzug nennen? Kann man machen, muss man sogar machen – vor allem dann, wenn man von bekannten Schauspielern spricht, die auch Regie führen. Genau dies hat Justus von Dohnányi nun wieder gemacht: „Desaster“, eine von Dohnanyi inszenierte, tiefschwarze Gangsterkomödie, kommt am 16. Juli ins Kino.

Wer erinnert sich noch an „Bis zum Ellenbogen“, jene schwarze Komödie von Justus von Dohnányi, die während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2006 spielt? Innerhalb von gerade einmal 26 Tagen schrieb, inszenierte und produzierte Justus von Dohnányi

„Alles lief nach Plan, aber der Plan war kacke“: Justus von Dohnanyis Gangsterkomödie „Desaster“ punktet mit schwarzem Humor

„Alles lief nach Plan, aber der Plan war kacke“: Justus von Dohnanyis Gangsterkomödie „Desaster“ punktet mit schwarzem Humor

damals mit „Bis zum Ellenbogen“ seinen ersten Spielfilm, in dem er als Nebendarsteller nach nicht einmal einer halben Stunde Opfer eines absurden Unfalls wird und seine Leiche von Jan Josef Liefers und Stefan Kurt quer durch das vom WM-Jubel erfüllte Deutschland transportiert wird.

Und obwohl „Bis zum Ellenbogen“ bei seinem Kinostart im November 2007 gerade einmal 90.000 Zuschauer erreichte und 500.000 Euro einspielte, ist das für Justus von Dohnányi kein Grund, seine Karriere als Leinwand-Regisseur gleich wieder an den Nagel zu hängen. Acht Jahre nach „Bis zum Ellenbogen“ bringt Dohnanyi nun seinen zweiten Film auf die große Leinwand: „Desaster“ startet am 16. Juli im Kino.

 

Wovon handelt Justus von Dohnányis Film „Desaster“?

Schon nach wenigen Minuten wird klar, wer bei „Desaster“ auf dem Regiestuhl saß: Mit Jan Josef Liefers, Stefan Kurt und – natürlich – Justus von Dohnányi spielen nicht nur die gleichen drei Mimen wie in „Bis zum Ellenbogen“ die Hauptrollen. Auch das Setting von „Desaster“ und die bitter-süße Erzählweise erinnern stark an Dohnanyis Regiedebüt. Zwar wird in „Desaster“ keine Leiche quer durchs Land transportiert. Das Beziehungsgepflecht ist aber mindestens genauso grotesk – wie schon der Plot vermuten lässt:

Der Schweizer Anwalt Dr. Jürg Würsch (Stefan Kurt) fliegt auf Einladung des skrupellosen Gangsterbosses Mischa (Milan Peschel) nach Mallorca, wo er auf ein Schäferstündchen mit Mischas attraktiver Gattin Lydia (Anna Loos) hofft. Nur ahnt Würsch nicht, dass diese extra auf ihn angesetzt wurde, damit er die Namen einiger Kronzeugen preisgibt. Doch der Anwalt verfolgt eigene Pläne, hat er es doch auf das Geld in Mischas Finka abgesehen. Und zu diesem Zweck hat Würsch zwei Kleinkriminelle angeheuert: Dumm nur, dass sich Ed (Justus von Dohnányi) als penetrante Macho-Dumpfbacke herausstellt und seinem Ganovenkollegen Mace (Jan Josef Liefers) von Anfang an mächtig auf die Nerven geht. Und als Ed auch noch aus Versehen Mischas Mutter von der Brüstung der Finka wirft, nimmt das Desaster seinen Lauf…

Lohnt es sich, „Desaster“ im Kino zu sehen?

„Desaster“ ist, so viel sollte man voranstellen, kein Film für die breite Masse. Dafür ist Justus von Dohnányis Humor entschieden zu schwarz, wirken Figurenkonstellationen und Dialoge zu grotesk und manche Szene bis ins Absurde hinein zugespitzt. Und doch bin ich mir sicher, dass „Desaster“ sein Publikum finden und erfolgreicher sein wird als es 2007 noch „Bis zum Ellenbogen“ war.

Nicht nur der Cast kann sich mit stark spielenden Mimen wie Anna Loos, Stefan Kurt, Jan Josef Liefers, Milan Peschel und natürlich Justus von Dohnányi absolut sehen lassen. Auch die Machart von „Desaster“ als Gangsterkomödie voller schwarzem Humor ist inzwischen weitaus verbreiterter als noch vor acht Jahren. Längst haben Quentin Tarantino, Wolfgang Murnberger („Das ewige Leben“) und Co. dem Genre der rabenschwarzen Gangster-Komödie die Tür zum Herzen mancher Zuschauer geöffnet. Mit „Desaster“ knüpft Justus von Dohnányi geschickt an diese Tradition an.